Zwischenfall beim Abladevorgang

Hiddenhausen. Glück im Unglück hatte am Montagnachmittag (8.06.2020) der Fahrer eines Lastwagens: Als er gerade dabei war, Rindenmulch auf ein Feld an der Löhner Straße abzuladen, geriet seine Sattelzugmaschine samt Auflieger plötzlich in Schräglage und kippte um. Der junge Mann, der zu diesem Zeitpunkt am Steuer saß, blieb unverletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Hiddenhausen waren wenige Minuten später vor Ort, um auslaufendes Hydraulik-Öl aufzufangen.  

 

Der Fahrer des Spezialunternehmens für landwirtschaftliche und kommunale Dienstleistungen aus Löhne hatte das Getreidefeld gegen 16 Uhr angesteuert. Sein MAN-Lastzug war mit einer Schüttgutmulde samt 55 Kubikmetern Rindenmulch beladen. Den  wollte der Mann eigentlich auftragsgemäß am Rande des Feldes an der Löhner Straße in Schweicheln-Bermbeck abladen. Er lenkte den Lastzug dazu rückwärts auf das Gelände oberhalb von Gut Oberbehme, das hier leicht abschüssig verläuft. Mit Hilfe der Hydraulik fuhr er anschließend die Ladefläche des Dreiachsaufliegers ganz nach oben. Dann passierte das Unglück: Die Schüttgutmulde geriet plötzlich in Schräglage, der auf sieben Meter ausgefahrene Teleskopzylinder knickte um, und der gesamte Lastzug kippte auf die Seite. Der Fahrer blieb unverletzt. Er kletterte durch die Dachluke der Sattelzugmaschine nach draußen.

 

Lage weniger dramatisch als zunächst befürchtet

  

Zunächst war der Feuerwehr ein Verkehrsunfall gemeldet worden. Neben dem Lastwagen sollte auch ein PKW beteiligt sein. Die Leitstelle löste daraufhin um 16.14 Uhr Zugalarm für die Feuerwehr Schweicheln-Bermbeck aus. Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, stellte sich die Lage allerdings weniger dramatisch heraus, als zunächst befürchtet. „Der Fahrer hatte Glück im Unglück“, meinte Einsatzleiter Nicholas Jost, „und es gab keine weiteren Unfallbeteiligten.“  Aus dem Fahrzeug liefen allerdings geringe Mengen Hydraulik-Öl, Brems- und Kühlflüssigkeit, die von den Wehrleuten sofort mit Behältern und Bindemittel aufgefangen wurden, sodass kein Schaden für die Umwelt entstand.

Das Löhner Unternehmen kümmerte sich im Anschluss mit eigenem Personal und Gerät um die Bergung des Lastzugs: Werkstattwagen, LKW mit Ladekran und Ackerschlepper rückten an. Mit Hilfe eines Bobcat-Teleskopladers räumten die Mitarbeiter zunächst die Ladung beiseite. Parallel dazu demontierten Sie den abgeknickten Hydraulikzylinder. Der hing schließlich am Haken des Kranwagens, sodass die Schüttgutmulde wieder mit dem LKW-Auflieger zusammengeschoben werden konnte. Mit der Seilwinde des Ackerschleppers gelang es schließlich, den gesamten Lastzug wieder auf die Räder zu stellen. Die Feuerwehrleute sicherten während der Bergung die Einsatzstelle. Am Ende trugen sie noch geringe Mengen Erdreich ab, das von den ausgelaufenen Betriebsstoffen verunreinigt worden war.

Gegen 19 Uhr rückte die Feuerwehr ab. Insgesamt waren 25 Ehrenamtliche des Löschzugs Schweicheln-Bermbeck im Einsatz.

 

                                                                                                                         Von Jens Vogelsang

                                                                                                                          (Text u. Fotos)   

 

 

Am Rande eines Getreidefeldes an der Löhner Straße in Hiddenhausen kippt ein

Lastzug, der mit Rindenmulch beladen ist, beim Abladevorgang auf die Seite.

 Feuerwehrleute kümmern sich um auslaufende Betriebsmittel

Der abgeknickte Teleskopzylinder hängt am Haken …

… des Kranwagens.

 Mit Hilfe eines Bobcat-Teleskopladers räumen die Mitarbeiter des Löhner

Unternehmens die Ladung beiseite.

Einsatz für den Fendt-Traktor:  …

Der LKW hängt am Stahlseil des Schleppers. …

… Und wird mit der Seilwinde wieder aufgerichtet.