Einsatz beim Unternehmen Remmers Industrielacke
Hiddenhausen. In der Nacht zu Mittwoch (17.12.2025) war die Feuerwehr auf dem Gelände der Firma Remmers Industrielacke an der Füllenbruchstraße in Hiddenhausen im Einsatz. Die Wehrleute löschten einen Schwelbrand an einer Maschine, nachdem zuvor bereits die automatische Löschanlage in Betrieb gegangen war. Der Sachschaden blieb gering.
Die Brandmeldemeldeanlage (BMA) des Unternehmens hatte um kurz vor Mitternacht ausgelöst. Die Leitstelle alarmierte daraufhin um 23:43 Uhr teile der beiden Löschzüge der Gemeinde sowie die Hauptamtliche Wache Herford. Als die Feuerwehrleute vor Ort eintrafen heulte eine Warnsirene. Eine automatische Lautsprecherdurchsage schallte durch die betroffene Produktionshalle: „Wir bitten um ihre Aufmerksamkeit. Es wurde ein Feuer gemeldet. Bitte verlassen Sie das Gebäude!“ Die Belegschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt allerdings längst im wohlverdienten Feierabend.
Die Einsatzkräfte erkundeten zunächst die Lage. Erste Anhaltspunkte lieferte das Feuerwehr-Anzeigetableau in der Brandmelde-Unterzentrale, die sich im Erdgeschoss der betroffenen Halle befindet. Schnell wurde klar: Mit der Brandmeldeanlage hatte auch die CO2-Löschanlage ausgelöst. Mehrere Tonnen des erstickenden Gases waren von der Hallendecke geströmt und hatten einen der Brandabschnitte geflutet. Im Außenbereich des Gebäudes roch es verbrannt. Die Feuerwehrleute bereiteten einen Löschangriff vor. Der Angriffstrupp rückte anschließend über eine Außentreppe in das Obergeschoss der Halle vor. Mit Hilfe der Wärmebildkamera lokalisierten die Wehrleute den Brand im Bereich einer Maschine. Sie löschten die glimmenden Materialen, wobei Kleinlöschgeräte zum Einsatz kamen. Zwischenzeitlich war ein Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort. Er setzte nach Abschluss der Löschmaßnahmen die Be- und Entlüftungsanlage des Gebäudes in Betrieb. Das CO2-Gas entwich auf diese Weise problemlos über das Dach. Beamte der Polizei führten sicherheitshalber Absperrmaßnahmen in der Umgebung durch. Eine hohe Kohlendioxidkonzentration (CO2-Konzentration) in der Atemluft kann zu gesundheitlichen Beschwerden, bis hin zum Tod führen. Um eine Gesundheitsgefahr auszuschließen, führten die Feuerwehrleute mit Hilfe des Gerätewagens Messtechnik (GW-Mess) der Feuerwehr Herford Schadstoffmessungen im Außenbereich durch. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Nachdem die Messungen auch im Gebäudeinneren negativ verliefen, rückten die rund 40 Einsatzkräfte wieder ab. Sie waren zuvor mehr als vier Stunden bei dem Lackhersteller im Einsatz.
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